Hooligans – Eine Welt zwischen Fußball, Gewalt und Politik

CoverBuchvorstellung „Hooligans“
Donnerstag, 2. August 19:00 Uhr, Fanprojekt Fürth

Hooligans sind eine der ältesten Jugendkulturen in Deutschland. Seit 40 Jahren prügelt sich die Szene und erwies sich gegen alle Repression als enorm lernfähig. Über die Jahrzehnte hat sie sich ausdifferenziert, erneuert und zum Teil professionalisiert. Es sind nicht mehr die betrunkenen Schläger, die diese Szene prägen, sondern organisierte Fights von international vernetzten Kampfsportlern, wenngleich der Einfluss von Rechtsextremen unvermindert hoch bleibt. Die Gewalt russischer Hooligans bei der Euro 2016 in Frankreich erlaubte einen kurzen Einblick.

Robert Claus hat sich der Szene in seinem Buch intensiv gewidmet: Er sprach mit einem Ex-Hooligan in dessen Yoga-Studio über vergangene Jahrzehnte, recherchierte in russischen Internetforen, um die Vernetzung nach Deutschland zu analysieren und besuchte von Hooligans organisierte MMA-Events, um die Professionalisierung der Szene live zu beobachten.

„Hooligans. Eine Welt zwischen Fußball, Gewalt und Politik“ (Verlag Die Werkstatt 2017)

Robert Claus, Jg. 1983, forscht zu den Themen Fankulturen, Hooligans und
Rechtsextremismus. Er ist (Mit-)Autor der Bücher „‚Was ein rechter Mann ist‘ –
Männlichkeiten im Rechtsextremismus“ (2010) und „Zurück am Tatort Stadion“
(2015). Seit 2015 arbeitet er bei der „Kompetenzgr uppe Fankulturen und Sport
bezogene Soziale Arbeit“ (KoFaS gGmbH)

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