15.11.2018 „Zwischen Fahne und Bengalo“ – Vortrag von und mit Sören Kohlhuber

Rechte Hooligans sind ein einfach zu beschreibendes Phänomen. In Publikationen wird ihnen die jugendsubkulturelle Ultrabewegung als Counterpart entgegengestellt. Das Bild der unpolitisch bis linken Ultras, denen es zu verdanken ist, dass die neonazistischen Hools aus den Stadien verdrängt wurden. Aber auch in der Ultrabewegung gibt es braune Schafe.

Das politische Engagement der Neonazis beschränkt sich nicht nur auf die Fankurve. Gerade in dörflichen Vereinen sind rechte Aktivisten als Spieler, Betreuer, Trainer und Sponsoren zu finden. Meist muss erst eine Intervention von außen erfolgen, damit die Zusammenarbeit mit den Neonazis beendet wird. Die Strategie der Rechten, durch ihr Engagement eine Akzeptanz in der Bevölkerung zu erzielen, hat punktuell Erfolg. Da wird dem Neonazi, der sonst Jagd auf Nicht-deutsche, Linke usw. macht eine soziale Haltung unterstellt.

Sören Kohlhuber beobachtet seit Jahren die rechten Fanszenen. Der Fokus liegt dabei vorwiegend auf Ostdeutschland. Im Vortrag werden die einzelnen Teilbereiche des Fußballs vorgestellt und exemplarisch rechte Aktivitäten aufgezeigt. Darüber hinaus gibt es einen Exkurs darüber, inwiefern sich türkisch-faschistische Strukturen aus dem Netzwerk der sog. „Grauen Wölfe“ im deutschen Fußball engagieren. Diese können wesentlich offener agieren, als ihre deutschen Gesinnungsgenossen. Dabei erhalten sie Unterstützung aus der Türkei durch MHP und Co., gleichzeitig aber auch durch deutsche Fußballverbände.

Der Vortrag versteht sich als ein Einstieg in die Thematik

 

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