27.01.2022 Fürth gedenkt

„Wir erinnern, um zu verändern“

Im Jahre 2005 erklärten die Vereinten Nationen den 27.Januar, den Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee 1945, zum internationalen Gedenktag für alle Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Am 27. Januar erinnern wir uns alljährlich des Mordes an 6 Millionen Juden und Jüdinnen, des Mordes an 500.000 Sinti und Roma und wir gedenken allen anderen Opfern des Nationalsozialismus.

Esther Bejarano, Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz, die leider im Sommer 2021 verstorben ist, mahnte noch in einem Kommentar des deutschen Fernsehens, anlässlich des Jahrestages 2021. Sie fragte besorgt:

„Was ist aus unseren Hoffnungen geworden? Wir sind nur noch wenige, wir Überlebende der Konzentrationslager. Wir schweigen nicht. Wir berichten über das, was damals geschah. Werden Bücher, Filme und Erzählungen ausreichen, um die nächsten Generationen zu immunisieren gegen die neuen und alten Nazis, gegen Antisemiten, Rassisten und Verschwörungsideologen?“ In ihrer Hoffnung auf eine bessere Zukunft, setzte sie vor allem auf die Jugend:

„Wir erinnern, um zu verändern, um unsere Demokratie zu bewahren. Der Schlüssel dazu ist für mich die Jugend. Die müssen wir gewinnen. Ihr seid nicht schuldig für das, was damals geschehen ist, sage ich. Aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts von dieser Geschichte wissen wollt.“

Esther Bejarano war auch in Fürth oftmals zu Gast. Wir greifen ihren Appell erneut auf und werden am 27. Januar eine Gedenkveranstaltung durchführen.

Unsere Gedenkbausteine haben wir der Situaton um Covid-19 entsprechend ausgestaltet, um diesen Tag würdevoll Rechnung zu tragen.

26.01. bis 28.01.2022 10 bis 18 Uhr
Rotunde, Konrad-Adenauer-Anlage Fürth
Mit einer Klangcollage entsteht ein Ort des Gedenkens an den 77. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945. Das Ensemble des Stadttheaters Fürth setzt mit seinen Stimmen Menschen aus Fürth und der Region, die während der Nazizeit verfolgt, in Vernichtungslager deportiert, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden, ein Hör-Denkmal. In der Rotunde wird ein Klangraum geschaffen, der Menschen zum Innehalten, Hinhören und Gedenken einlädt.

27.01.2022 19:30 Uhr
Gedenkveranstaltung
YouTube Kanal Echt Fürth
Moderation: Carolin Wabra
Gedenkveranstaltung anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz live aus dem Lions Saal des Jugendkulturhauses Otto.
Zeitzeuginnenbericht „Frieda F. (Co-Moderation: Bernd Noack):“Meine Erinnerungen“ – gelesen gelesen von Schauspieler*innen des Stadttheaters Fürth auf Basis eines Texts von Gisela Blume nach Gesprächen mit Frieda F.
Gespräch über den NS-Völkermord an den Sinti und Roma (Co-Moderation: Leo Stöcklein/Uni Erlangen): Der in Fürth geborene und aufgewachsene Bürgerrechtler und Sinto Roberto Paskowski spricht über das Verfolgungsschicksal seiner Eltern und Angehörigen und die Erinnerung an die in Fürth verfolgten Sinti. Das Gedenken an die Opfer wird mit der Forderung nach nachholender Gerechtigkeit und der Bekämpfung des gegenwärtigen Antiziganismus verbunden.

30.01.202214:00 Uhr
Stadtführung zum jüdischen Leben
Synagogenmahnmal, Geleitsgasse – 90762
Fürth galt über viele Jahrhunderte als Zentrum der jüdischen Gemeinde in Süddeutschland. Dieser großen Vergangenheit und wertvollen Geschichte wollen wir auf den Grund gehen. Anmeldung bis 27.01.2021 an fanprojekt@archeggmbh.de
Informationen zu den aktuellen Hygieneregelungen erfolgen nach Eingang der Anmeldung.

Flyer (PDF, 2,02 MB)

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Februar Programm

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Januar Programm

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#REALtalk2

#realtalk – Meinungsbildung im Netz

Immer mehr politische Meinungsbildung junger Menschen geschieht im Internet über sogenannte Influencer:innen. Gerade unter dem Eindruck der Corona-Pandemie und des Wahlkampfes 2021 wurden bedenkliche Tendenzen beobachtet.

Auch im Superwahljahr 2021 geschahen große Teile der Meinungsbildung unter jungen Menschen im Internet. Der digitale Raum wird als sehr ungeregelt wahrgenommen und schürt deshalb Zweifel an der Glaubhaftigkeit der sogenannten Influencer:innen.
Deswegen haben das Jugendzentrum Connect, die Agentur für Demokratie und Jugendbeteiligung – Echt Fürth und das Fanprojekt Fürth gemeinsam drei Videos zum Thema produziert.

Für die sogenannten Digital Natives ergeben sich ganz neue Informationsmöglichkeiten, die sich ganz grundsätzlich von vorherigen Generationen unterscheiden. Soziale Netzwerke haben oftmals klassische Medien wie Zeitung und Fernseher ersetzt. Ein zentrales Konzept, das in den Videos besprochen wird ist der „Algorithmus“. Es handelt sich dabei um ein Computerprogramm, das unser Online-Verhalten beobachtet und vorhersagen will. So sollen die Internetnutzer dazu angehalten werden Inhalte zu finden, die sie interessieren. Eines der Probleme ist die Intransparenz, wie so ein Algorithmus gestaltet ist.

#REALtalk Ep. 1 S2 | Was sind social influencer:innen?

Soziale Medien sind überall und bestimmen längst unseren Alltag. Das Netz bringt dabei Vor-und Nachteile – und neue Prominente, die sogenannten Influencer:innen. Aber: Was bedeutet das eigentlich? Wer sind Influencer:innen?

REALtalk hat für Dich hingeschaut, wer sie sind, wo sie herkommen und was sie ausmacht..

Ep. 2 S2 | Was ist der Algorithmus?

Egal ob Social Influencer:innen, Politiker:innen oder jeder und jede die dieses Video sieht: Wir alle werden beeinflusst und zwar jeden Tag! Die Rede ist von „dem Algorithmus“.
#REALtalk hat für Dich hingeschaut, wie das Programm grundsätzlich funktioniert und was er für Auswirkungen auf unsere Nutzung in den sozialen Netzwerken hat.

#REALtalk Ep. 3 S2 | Was kann ich tun? Wie verhalte ich mich im Netz?

REALtalk zeigt Dir was Du selbst im Netz tun kannst, um Dich einzumischen oder Dich als Betroffen:e wehren kannst.

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Dezember Programm

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Stradevia hilft…

https://stradevia.de/stradevia-hilft-dem-frankenkonvoi/

Da auch dieses Jahr unsere jährliche Sammlung leider nicht wie gewohnt stattfinden kann, habt ihr nun über unser Bestellformular die Möglichkeit einen Kalender für 10,00 € (zzgl. 2,50 € Versand) zu kaufen. Der Gewinn aus dem Verkauf kommt dieses Jahr erneut dem Frankenkonvoi zugute.

Von Geflüchteten bis hin zu Menschen, die im Ahrtal dieses Jahr vom Hochwasser getroffen wurden – der Frankenkonvoi unterstützt genau dort, wo gerade Hilfe benötigt wird. Weitere Infos zum Frankenkonvoi findet ihr beim Frankenkonvoi.

Deckt euch, eure Freunde und Familie also mit unserem schick designten Jahreskalender 2022 mit den schönsten Choreos aus Block 12 ein und helft uns den Frankenkonvoi mit einer möglichst großen Spende zu unterstützen.

Einfach das Bestellformular ausfüllen und nicht vergessen eure Emails zu checken, dort erhaltet ihr alle weiteren Informationen.

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Weihnachtstüten packen

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Auswärts Bayer 04 Leverkusen

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Bündnis für ein Zeugnisverweigerungsrecht in der sozialen Arbeit

Pressemitteilung
§ 53 StPO reformieren – Vertrauensverhältnisse der Sozialen Arbeit schützen!


Das Bündnis für ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit (BfZ) vermisst Aussagen im vorgelegten Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien zur Ausweitung des Zeugnisverweigerungsrechts für Sozialarbeiterinnen und mahnt dringend eine Überprüfung des seit beinahe 50 Jahren bestehenden Bundesverfassungsgerichtsurteils an. Die notwendigen und von allen künftigen Regierungsparteien als sinnvoll erachteten Diskussionsprozesse müssen nun innerhalb der neuen Regierung eingeleitet werden.

„Die Beratung und Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen erfordert ein Höchstmaß an Vertrauen. Das fehlende Zeugnisverweigerungsrecht für Sozialarbeiterinnen
verhindert regelmäßig die Thematisierung sensibler Erfahrungen von Klientinnen einerseits und erschüttert im Extremfall die bestehende professionelle Beziehung nachhaltig“
, so Matthias Stein, Sprecher des BfZ. Dies ist nicht nur in Handlungsfeldern relevant, in denen Adressatinnen vermehrt dem Verdacht ausgesetzt sind, Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten zu begehen. Auch Soziale Arbeit mit Betroffenen von Gewalt und mit Menschen, die sich durch Skepsis gegenüber staatlichen Akteurinnen auszeichnen kann regelmäßig nicht ihre volle Wirksamkeit entfalten, da das vertrauliche Wort im Beratungsprozess nicht vollumfänglich geschützt ist.

Im Vorfeld der Bundestagswahl erfragte das BfZ die Positionen der demokratischen Parteien im Bundestag zum Zeugnisverweigerungsrecht für die Soziale Arbeit. SPD, die GRÜNEN und die FDP betonten die Bedeutsamkeit und Besonderheit des Vertrauensverhältnisses zwischen Sozialarbeiterinnen und Adressatinnen als schützenswertes und notwendiges Gut. Während die GRÜNEN die Reform des § 53 StPO (Zeugnisverweigerungsrecht der Berufsgeheimnisträger) durch die Aufnahme von Sozialarbeiterinnen in den Kreis der geschützten Berufsgruppen befürworten, erachten die SPD und die FDP eine Abwägung mit den Aufgaben der Wahrheitsermittlung im Strafprozess zuvor als notwendig. „Wir fordern die neue Regierung nun auf, diesen Diskussionsprozess tatsächlich auch in den entsprechenden Arbeitsgruppen zu führen,“ so Matthias Stein. „Die Profession der Sozialen Arbeit hat sich in den letzten 50 Jahren enorm gewandelt und ist in ihren Aufgaben und Tätigkeiten nicht mehr zu vergleichen mit der Zeit, als das Bundesverfassungsgericht in 1972 über die Ausweitung des Zeugnisverweigerungsrechts für Sozialarbeiter*innen befand,“ ergänzt Michael Leinenbach, ebenfalls
Sprecher des BfZ.
Frankfurt am Main, den 26.11.2021

Kontakt:
Sprecher BfZ

Michael Leinenbach
office@michael-leinenbach.de

Matthias Stein
ms@fanprojekt-jena.de

Hintergrund:
Praktikerinnen und Berufsverbände sehen seit Jahrzehnten die Notwendigkeit der Einführung eines Zeugnisverweigerungsrechts für Sozialarbeiterinnen. Dessen Fehlen erweist sich
insbesondere in jenen Arbeitsfeldern als besonders problematisch, in denen die Adressatinnen vermehrt dem Verdacht ausgesetzt sind, Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten zu begehen. Probleme gibt es auch in Arbeitszusammenhängen, in denen Sozialarbeiterinnen regelmäßig im Kontakt mit den Strafverfolgungsbehörden stehen. Schon in Kommentierungen zum SGB VIII wird unterstrichen, dass das fehlende Zeugnisverweigerungsrecht ein Rudiment aus Zeiten sei, „in der das Jugendamt noch als ‚Helfer des Gerichts‘ angesehen wurde“.
Ein aktuelles Rechtsgutachten unterstreicht die Dringlichkeit des Anliegens.
Vor dem Hintergrund einer immer schwieriger werdenden Lage im Arbeitsfeld wurde bereits
2014 eine Arbeitsgruppe mit Praktikerinnen aus dem Feld der Fanprojektarbeit ins Leben gerufen, die um Vertreterinnen aus der Wissenschaft, der Trägerlandschaft sowie Praktiker*innen aus angrenzenden Bereichen der aufsuchenden Arbeit bzw. der Arbeit mit sogenannter schwieriger bzw. gefährdeter Klientel erweitert wurde und mit der analytischen Betrachtung des praktischen, berufspolitischen und juristischen Umfelds der Fanprojekte und im
Weiteren auch der Sozialen Arbeit mit auffälligen Jugendkulturen begann.
Das Bündnis für ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit wurde 2020 arbeitsfeldübergreifend von verschiedenen Bundesverbänden in Frankfurt gegründet.
Weitere Informationen: www.zeugnis-verweigern.de

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Horidos 1000: Weihnachtstüten packen – Unterstützung für die Wärmestube „Fürther Treffpunkt“

Servus Kleeblattfans,

seit fast 30 Jahren unterstützt die Wärmestube „Fürther Treffpunkt“ Menschen in Zwangslage und schafft Perspektiven in prekären Situationen. Das breit gefächerte Angebot umfasst beispielsweise Hilfestellungen bei (drohender) Wohnungslosigkeit, unzureichenden Wohnverhältnissen und finanzieller Notlage. Wertvolle Arbeit, welche es vielen Menschen ermöglicht, sich in unserer schönen Kleeblattstadt heimisch zu fühlen.

Da nun wieder Weihnachten vor der Tür steht und die Corona-Situation leider erneut mögliche Feierlichkeiten in Präsenz zu Nichte macht, hat sich die Wärmestube eine Alternative überlegt. Um zahlreichen Menschen dennoch eine Freude zu bereiten, werden Weihnachtstüten gepackt und im Rahmen der Festtage ausgegeben.


Hierbei möchten wir dem Fürther Treffpunkt mit Spenden unter die Arme greifen, insbesondere folgende Artikel werden benötigt:

-Duschgel / Shampoo

-Einwegrasierer für Männer

-Strümpfe/Socken

-Kaffee

-Süßigkeiten

-Konserven (Suppen, Eintöpfe, Wurst- und Fleischdosen)


Bei den folgenden zwei Heimspielen gegen Hoffenheim und Union Berlin findet ihr jeweils von 13.45 bis 15.15 Uhr eine Sammelstelle vor dem Sportpark Ronhof (Laubenweg auf Höhe Sportheim).

Abseits des Spieltags gibt es  die Möglichkeit Spenden am Fanprojekt in der Hirschenstraße abzugeben.

– Donnerstag 02.12. von 16:30 bis 20 Uhr

– Freitag 17.12. von 16:30 bis 20 Uhr


Helft mit und rührt zusätzlich  in Eurem Umfeld kräftig die Werbetrommel!

Wir bedanken uns bereits im Vorfeld für jegliche Unterstützung,  Fürther sind solidarisch!


Bleibt gesund und kommt gut durch die Zeit.

Bis bald!

Horidos 1000 Ultras

Mehr Informationen zur Wärmestube „Fürther Treffpunkt“ findet ihr unter: fuerther-treffpunkt.de

Quelle

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